Donnerstag, 4. September 2014

Sommerfahrt des Kletterstützpunkt Hannovers nach Finale Ligure/Italien

Tag 1/22.8.: Um 8:00 ging es am Edeka-Parkplatz in Hannover endlich los. Mit einem vollbesetzten Sprinter (Felix, Heiko, Lars, Kevin, Niklas, Phillip, Lena, Laura, Björn) und einem Auto (Thomas, Mia, Isabel, Maxi, Hannah) fuhren wir also los nach Italien. Nach der 13stündigen Fahrt waren wir endlich auf dem Campingplatz in Le Manie angekommen. Dort trafen wir noch auf Max. 

Tag 2/23.8.: Am ersten Felstag fuhren wir nach Oltre Finale ans Terminal (die Routen dort sind ausschließlich nach Flughäfen benannt). Nach einer kurzen Einführungsrede von Thommy und Felix ging es los. Nach dem Aufwärmen am mittleren Teil konnten sich die „Großen“ am linken Teil der Wand an Touren ab 7a austoben. Währenddessen folgten die „Kleineren“ Thommy und Heiko an den rechten Teil um sich in mehreren 6a, 6a und 6b auszuprobieren. Nach einem von wechselndem Wetter geprägten Klettertag ging es noch zu einer Badestelle unweit des Parkplatzes. Danach fuhren wir wieder zurück zum Campingplatz, wo wir gemeinsam Kartoffeln mit Zaziki und Salat aßen.

Tag 3/24.8.: Am 3. Tag kletterten wir in Oltre Finale am Erboristeria Alta (Vielleicht hätte man den Felsen eher Erboristeria Stretto, also schmal, nennen sollen, denn der Gehweg vor dem Felsen war ungefähr 50 cm breit). Dort ging es für die „Kleinen“ einschließlich Thommy und Heiko dann in eine 6b, eine 6b und in eine 6c, während sich die „Großen“ in Touren bis 8b versuchten. Nach dem Klettern gab es Abendessen in einem Restaurant in der Nähe vom Campingplatz. Nach der Pizza und dem Vorspeisenteller (der verwirrenderweise nach der Pizza kam) ging es an das eigentlich Beste des Essens: den Nachtisch. Entweder konnte man sich von einem Buffet Kekse und/oder Kuchen holen oder man blieb bei den Klassikern des Hauses Tiramisu und Panna Cotta.

Tag 4/25.8.: Dieses Mal war die Grotta del Edera unser Ziel, wobei wir nicht in der eigentlichen Grotte kletterten, sondern in dem darüber liegenden zylinderförmigen Loch im Berg. Allerdings musste man erstmal dorthin kommen, denn der Aufstieg war relativ lang und um dann die Wand zu gelangen muss man ja noch durch die Grotta. Also Stirnlampen raus und Fixseile hoch… Angekommen an der Wand hatte Felix erstmal die Idee einen Aufwärmtanz zu veranstalten (wer genauere Informationen über die Funktion und die Tanzschritte will/braucht, meldet sich bitte bei Felix). Danach hatte jeder recht bald sein Tagesprojekt gefunden und verbrachte den Rest des Tages mit Ausbouldern und anschließenden Durchstiegsversuchen. Am Abend kochte Thommy wieder für uns, diesmal Kalbsfleisch mit asiatischem Gemüse und Reis

Tag 5/26.8.: Am letzten Tag vor dem Ruhetag fuhren wir wieder nach Oltre Finale an den Cine Plex. Nach dem langen Aufstieg teilten wir uns wieder auf. Die „Kleinen“ nach links, die „Großen“ nach rechts. Während die Kleinen sich aufwärmten, eine 6b ausboulderten, danach im Finalmodus alle die 6b "Il Commisario Logatto" onsighteten, arbeiteten die „Großen“ an ihren Tagesprojekten und hatten sogar teilweise die Möglichkeit sich  mit den Erstbegehern zu unterhalten. Nach dem Klettern ging es zum Baden, wo Phillip noch einen 6b Mantle-Boulder, der direkt aus dem Wasser heraus anfing, erschlossen und erstbegangen hat. Max und Felix haben das ganze dann natürlich nachgemacht allerdings wurde Felix Flashversuch von einer Kröte vereitelt. Abends gingen wir Pizza essen, allerdings diesmal in Finalborgo in einer Takeaway-Pizzeria, und danach Eis essen und heiße Schokolade trinken in der Bar Centrale (kleiner Tipp: solltet ihr jemals in Finale Ligure sein: geht dort Eis essen!!!)

Tag 6/27.8.: Ruhetag!!! Einen Tag lang ausschlafen, am Strand liegen, im Mittelmeer baden, Eis essen und zum Abend Nudeln Bolognese essen. Was soll man da noch sagen?

Tag 7/28.8.: Dieses Mal wurde der Tag schon vor dem Klettern interessant. Vor dem Frühstück mussten wir erstmal eine Skorpionfamilie aus einem der Zelte retten. Nach der Rettungsaktion waren die Schwesterfelsen des Erboristeria Alta, der Erboristeria Bassa, unser Ziel. Und es war wieder Mal ausbouldern angesagt. Von 6c-8b war alles dabei. Lars nahm sogar noch den längeren Aufstieg zum Erboristeria Alta wieder in Kauf, um dort noch mal an einem seiner nicht geschafften Projekte weiter zu arbeiten. Mit Erfolg! Danach Baden und Pizza essen in Finalborgo.

Tag 8/29.8.: Ursprünglich lautete der Plan für den Tag „erst Klettern am Familia und danach an einer noch besseren Badestelle baden gehen“. Die Umsetzung erwies sich jedoch als schwierig, da die Routen am Familia noch sehr neu und dadurch noch sehr staubig waren und die super Badestelle doch bei einem anderen Felsen lag. Also wichen wir größtenteils auf das Terminal aus. Gleiche Aufteilung wie am 1. Tag: „Große“ links, „Kleine“ rechts, diesmal allerdings noch ein Stückchen weiter rechts. Manche nutzten die Gelegenheit allerdings um ungeschaffte Projekte an den umliegenden Felsen (z.B. Erboristeria Bassa) weiter zu probieren. Max konnte nach vielen sehr sehr knappen Versuchen sein Projekt vom ersten Tag abhaken. Glückwunsch zur ersten 8a! Abends auf dem Campingplatz kochte Thommy wieder für uns, diesmal Chilli con Carne.

Tag 9/30.8.: Lena hat Geburtstag! Alles Gute noch mal zum 16.
Heute ging es dann in eine ganz andere Richtung, nämlich nach Ceri Sola und dem gleichnamigen Felsen. Dort wurden die „Kleinen“ in eine 6c gejagt, und danach noch in eine 7a, wenn sie Lust hatten. Die „Großen“ suchten sich ein bis zwei Routen, die sie dann ausboulderten oder manchmal sogar flashten. Am Abend fuhren wir wieder nach Finalborgo. Letzte Chance zum Eisessen. Die musste natürlich genutzt werden…

Max in seiner ersten 8a
Tag 10/31.8 Der letzte Klettertag ging an die Grotta della Stropatente. Diesmal war es allerdings keine richtige Grotte, sondern nur ein sehr großes Dach. Bevor wir jedoch zur Grotta aufstiegen, wärmten wir uns an einem tiefer gelegenen, kleineren Felsmassiv auf, da die Routen in der Grotta erst ab 6c anfingen. Felix nutzte die Gelegenheit noch, um zu demonstrieren was die Folgen von Einfädeln und überstrecktem Clippen sind. Dann gingen wir die letzten 10 Minuten zur Grotta hoch (zumindest wenn man sich nicht verläuft wie gewisse Personen die wir jetzt hier nicht nennen wollen.). Dort verzweifelten alle an Irgendwas. Max und Lars in einer 8b in dem Riesen-Dach, Felix und Phillip an einer 7a, die „Kleineren“ an einer 6c… Eigentlich kein gelungener Klettertag, aber es war ja auch der letzte und als Ausdauertag gedacht. Abends machten wir noch die traditionelle Abschlussrunde und stellten fest, dass es wieder eine gelungene Fahrt war. 

Tag 11/1.9. 6:30 Aufstehen, Sachen packen und los. Der allgemeine Aufbruchsstress hinderte allerdings keinen daran sein normales Frühstück zu sich zu nehmen: von Tomatensalat über Nutellaciabatta bis hin zu Yoghurt. Danach folgten wieder 13 Stunden Fahrt und dann waren wir – erschöpft und froh über tolle Klettererlebnisse – wieder zu Hause.

Danke an Hannah für den Bericht!
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